Mobile App für femSense
Klarheit und Sorgfalt ins Zyklustracking bringen
Mit femSense habe ich UX und UI der App auf das weiterentwickelte Design und die unterschiedlichen Tracking-Bedürfnisse der Nutzerinnen abgestimmt – präzise und mit Gespür für den Menschen.

8
Tiefeninterviews geführt
20+
Reibungspunkte in den User Journeys gelöst
+18%
Verbesserung der 30-Tage-Retention nach Release des Updates
Fakten
Auftraggeberin
SteadySense GmbH
Geschäftsbereich femSense
Team
Sarah Lechner
Christina Capellari
Daria Akoshali
Denise Huber
Jakob Maierhofer
Karl Strohmayer
Emanuel Jochum
Meine Rolle
User Research
User Experience Design
User Interface Design
Zeitraum
2023–2024
Branche
Femtech, Digital Health
Herausforderung
femSense ist eine smarte, sensorbasierte Lösung, die Frauen dabei hilft, ihren Menstruationszyklus, ihre Fruchtbarkeit und ihre Temperatur mit medizinischer Präzision zu verfolgen. Nach mehreren erfolgreichen Produktiterationen wollte das Team Marke und Produkt erneuern und ein Erlebnis schaffen, das unterstützender und emotional bewusster ist.
Die Herausforderung bestand darin, UX und UI an diese neue Richtung anzupassen und dabei die Genauigkeit und das Vertrauen zu bewahren, auf die sich bestehende Nutzer:innen verlassen. Ziel war es, das Team durch eine behutsame Design-Weiterentwicklung zu führen, die auf Nutzer:innen-Erkenntnissen und täglichen Tracking-Gewohnheiten basiert.
Vorher & Nachher
Dieses Update zeigt eine ruhigere, klarere Tagesansicht.
Es geht darum, Frauen (und ihren Partner:innen) zu helfen zu verstehen, wo sie sich in ihrem Zyklus befinden.

Diese Screens zeigen das Herzstück der App:
die Tagesansicht mit dem Sensor-Patch, die Frauen hilft, ihren aktuellen Fruchtbarkeitsstatus auf einen Blick zu verstehen.
Vorher & Nachher
Der neue Tagebuch-Flow macht es einfacher, Gefühle, Symptome oder Notizen festzuhalten – besser geführt, persönlicher und nutzer:innenfreundlicher.
Vorgehen
Wir haben User Research, Strategie und Design-Iteration kombiniert, um sowohl zu verbessern, wie das Produkt aussieht, als auch, wie es sich anfühlt, es zu benutzen.
Zu Beginn führten wir eine dreimonatige Tagebuchstudie durch, um Nutzungsverhalten und Frustrationspunkte im Alltag zu verstehen. Anschließend vertieften wir in einer Reihe von Interviews die emotionalen Erwartungen und erfassten die Bedürfnisse der Nutzer:innen in Experience-Mapping-Workshops mit dem Team noch genauer.
Danach vereinfachten wir die Navigation, schärften zentrale Flows und führten leichte, führende Interaktionen für das tägliche Tracking ein. Das Reporting wurde neu gedacht, um Erkenntnisse in einem ruhigen, nicht-klinischen, menschlichen Ton zu vermitteln. Die visuelle Identität wurde verfeinert, damit sie vertrauenswürdig, warm und passend zur neuen femSense-Marke ist.
Schließlich begleiteten wir UX-Tests und Iterationen, justierten kleine, aber wichtige Interaktionsdetails, testeten Sonderfälle und stellten sicher, dass sich das Produkt in jedem Schritt respektvoll anfühlt.

Dieses Audit zeigt den Ausgangspunkt: eine heuristische Evaluierung, die half, Reibungspunkte aufzudecken und Verbesserungen Schritt für Schritt zu integrieren.

Zentrale Erkenntnisse aus den Nutzer:innen-Interviews prägten das Redesign.
Sie zeigten, was Frauen schätzen, was sie verwirrt und was sie im Alltag am meisten brauchen.

Die vollständige Experience Map zeigt die User Journey auf mehreren Ebenen und hebt wichtige Entscheidungen und emotionale Momente hervor.
Einige Fragen, die die Arbeit beeinflusst haben.

Wie kann sich eine Zyklustracking-App gleichzeitig medizinisch genau und emotional unterstützend anfühlen?
Frauen vertrauen femSense wegen seiner medizinischen Präzision, wollen sich im Alltag aber auch unterstützt fühlen, nicht nur überwacht. Das Redesign konzentrierte sich darauf, die Daten aussagekräftig zu halten und das Erlebnis durch Sprache, Ton und visuelles Design persönlicher zu machen.

Was motiviert Frauen beim täglichen Tracking und was lässt sie damit aufhören?
Wir haben gelernt, dass Beständigkeit oft davon abhängt, wie einfach und ermutigend sich der Prozess anfühlt. Kleine Hürden wie eine verwirrende Navigation oder zu technische Sprache können zum Abbruch führen. Wir haben den Flow vereinfacht und einen freundlichen Ton geschaffen, um die tägliche Nutzung zu unterstützen.

Wie präsentiert man aussagekräftige Gesundheitsinformationen, ohne Nutzer:innen zu überfordern?
Nutzer:innen wollen ihre Muster verstehen, aber sich nicht in Diagrammen und Fachjargon verlieren. Wir haben das Reporting so verfeinert, dass es im richtigen Moment genau so viel zeigt wie nötig – mit einer ruhigen, fokussierten Stimme, die informiert, ohne klinisch zu wirken.

Vom Zyklustracking bis zur Patch-Verbindung:
Diese Ansichten zeigen zentrale Funktionen, die für mehr Klarheit und Flexibilität neu strukturiert wurden.
Vorher & Nachher
Eine Gegenüberstellung des überarbeiteten Kalenders – strukturierter, leichter zu erfassen und klar an den Zyklusphasen ausgerichtet.
Ergebnis
Das Ergebnis ist eine App, die sich ruhig, selbstbewusst und näher am Alltag anfühlt. Tracking unterstützt nun Emotionen ebenso wie Daten. Die Navigation ist klarer, die Flows sind einfacher und der Gesamtton ist einladender. Das modulare Design legt zudem den Grundstein für künftiges Produktwachstum und bleibt dabei in der femSense-Identität verankert.
Vorher & Nachher
Der überarbeitete Registrierungsprozess wirkt einfacher und vertrauenswürdiger.

Das neue Onboarding führt Frauen sanft durch das Onboarding – fokussiert, einladend und leicht nachvollziehbar.

Die In-App-Tour erklärt zentrale Funktionen und Optionen auf freundliche, leicht verständliche Weise und hilft Nutzer:innen, sich von Anfang an zurechtzufinden.
Vorher & Nachher
Die neue Menüstruktur sorgt für bessere Orientierung und macht es leichter, relevante Funktionen zu finden und sich durch die App zu bewegen.

Diese Screens zeigen, wie die App Nutzerinnen als tägliche Begleiterin unterstützt – vom Wechsel zwischen Tracking-Modi über FAQs und das Erklären von Symbolen bis zu individuellen Einstellungen.
Mein Beitrag
UX- und UI-Strategie über den gesamten Rebranding-Prozess
Planung und Durchführung der User Research
Flow-Definition und Interface-Design für zentrale Screens
Design-Unterstützung bei Prototyping, Testing und Rollout
Erwähnenswert
Dieses Projekt hat mir gezeigt, dass Zyklustracking keine bloße Aufgabe ist, sondern ein Ritual. Wenn Design auf den Rhythmus des echten Lebens trifft – mit Klarheit und Sorgfalt –, wird es zu etwas, dem Menschen vertrauen und das sie gerne verwenden. Das Zuhören gegenüber den Nutzerinnen hat jeden Teil dieses Prozesses maßgeblich geprägt.
Arbeiten Sie an etwas, das Menschen täglich nutzen?
Lassen Sie uns ein Erlebnis für Nutzer:innen ermöglichen, das von Anfang an Sinn ergibt – einfach, menschlich und für den Alltag gemacht.
Let’s make something meaningful.
Emanuel Jochum, Experience Design
Rotenturmstraße 27/2, 1010 Vienna, Austria
+43 699 17191982, hello@ejochum.com
© Emanuel Jochum, 2026
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